Herbert schwebt, festgebunden an einem Saugroboter, durch den Raum. Schüler stürmen schreiend ins Bad und waschen sich den Mund aus. Eine Discokugel taucht das ganze Szenario in blaues Funkel-Licht.

Hintergrund war ein Workshop, den die Klasse 9b der Gesamtschule im Gartenreich Oranienbaum-Wörlitz am 8. und 9. März 2017 durchführte. Wir beschäftigten uns mit der Frage, welche Möglichkeiten und Probleme sich im Umgang mit Meeren und Ozeanen ergeben.

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Anlass dafür ist das Wissenschaftsjahr 2016*17 (eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF), das „Meere und Ozeane“ und die Meeresforschung zum Thema hat und deshalb einen Minecraft Wettbewerb ins Leben rief. Gesucht werden kreative Lösungen für die Zukunft der Meere. Die Jugendlichen sollen ihre Ideen zum Leben mit den Meeren und Ozeanen im beliebten Computerspiel „Minecraft“ verwirklichen und als 2-minütigen Film einreichen.

Der zweitägige Workshop begann mit einer Stationen-Arbeit, bei der die Schülerinnen und Schüler ein Forschertagebuch führten und sich so inhaltlich der Thematik „Meere und Ozeane“ näherten.

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Herbert im blauen Funkel-Licht (Bildquelle: Junge Akademie Wittenberg)

Herbert, ein heliumgefüllter Ballon-Hai, der durch einen Saugroboter fortwährend in Runden durch den Raum gezogen wurde, sorgte für die Unterwasser-Stimmung.

Im Fokus standen Fragen wie:

Welche Tiere und Pflanzen des Meeres kann man essen?

Nori
Nori (Bildquelle: Alice Wiegand; Wikipedia)

Als Kostprobe standen Nori-Blätter (getrocknete essbare Meeresalgen) zur Verfügung. Viele empfanden den Eigengeschmack  jedoch viel zu intensiv salzig und fischig, was sie auch lautstark verkündeten, bevor sie sich den Mund auswuschen.

Wie kann man Architektur und Meere kombinieren?

Unterwasserhaus
Water Discus Hotel (Bildquelle: Deep Ocean Technology)

Wie sieht es aus, wenn man mit Fischen in einem Riff schwimmt?

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Mit Fischen im Korallenriff schwimmen – Virtual Reality mit VR-Brillen

Welche Probleme ergeben sich aus der wirtschaftlichen Nutzung der Meere?

Die Jugendlichen reflektierten darüber, wie Küsten und Meere zukünftig geschützt werden sollen oder wie das Meer, trotz Klimaveränderungen und Meeresspiegelanstieg, als Ökosystem erhalten werden kann.

In Gruppen diskutierten sie über ihre Ideen zur Nachhaltigkeit und darüber, wie sich diese Visionen im Computerspiel umsetzen lassen.

In der anschließenden Praxis-Phase entstanden fünf sehr abwechslungsreiche Projekte mit sehr unterschiedlichen Ansätzen.

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Making-of-Video zum Projekt #Minecraft und Meer [1:00 min]

Für den Wettbewerb wurden kurze Präsentationsvideos erstellt, bei denen die Jugendlichen durch die entstandene Welt führen und erläutern, welche Gedanken sie sich beim Bauen gemacht haben.

Wettbewerb

Die fertigen Beiträge findet man auf der Wettbewerbsseite.

Ab dem 29. März 2017 kann für die einzelnen Beiträge abgestimmt werden (der Link hinter den Überschriften führt direkt zur Abstimmung):

Das Ökohaus auf dem Wasser
Manganknollenfördersystem
Atlantic Museum
Haus auf dem Wasser
Die Arche

Der Workshop wurde von Andrea Janssen und Sebastian Jerate durchgeführt, vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und der Jungen Akademie/Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt organisiert bzw. unterstützt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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2 Kommentare zu „Minecraft und Meer

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